Discover New Zealand

Work and Travel in Neuseeland

 
13Mai
2014

Neuseeland - Hawaii !!!

ALOHA aus Kapaa auf der Insel Kauai. Nach mehr als 6 Monaten ist der wichtigste Teil meiner Neuseelandreise zu Ende gegangen und gestern Nachmittag ging es weiter für die nächsten 4 Wochen nach Hawaii.

Vielleicht ein wenig ungewöhnlich der etwas längere Ausflug nach Hawaii, aber der Hauptgrund ist eine USA Rundreise meiner Eltern und deren Silberhochzeit. Mit etwas Glück war es mir möglich einen relativ günstigen Hin- und Rückflug zu finden und somit gibt es Anfang Juni ein Wiedersehen in Honolulu.

Geplant für Hawaii sind vier verschiedene Inseln auf denen ich jeweils ca eine Woche verbringen werde und übernachten werden ich überwiegend in Hostels. Die Inseln sind Kauai, Maui, Big Island und Ohau. Die ersten knapp drei Wochen bin ich zusammen mit einer Freundin aus Deutschland unterwegs, die ich bei meinem Auslandssemester in den USA kennengelernt habe. Danach geht es auf die wohl bekannteste Insel Ohau mit der größten Stadt auf den Inseln, Honolulu, wo ich dann meine Eltern wieder sehe. 

Ich freue mich schon auf reichlich Sonne, Meer, tolle Aussichten, Baden, Wandern und andere Ausflüge, von denen ich euch in Kürze berichten und vielleicht auch ein bisschen neidisch machen kann. 

Sonnige Grüße vom Strand nach Deutschland!

12Mai
2014

Coromandel

Hallo aus Coromandel im Norden der Nordinsel. Coromandel ist eine Halbinsel mit mehreren kleinen schönen Orten, unteranderem Coromandel Town, in dem Andy und ich die letzten 3 Tage verbracht haben. Mit 23 Grad ist es hier im späten Herbst immernoch angenehm warm. 

Coromandel Town liegt weit im Norden der Halbinsel und ist bekannt für schöne Buchten, gute Gelegenheiten zum Fischen, Surfen, Radfahren, Wandern und Baden. Das Hostel hier ist bisher das kleinste, in dem ich in Neuseeland gewohnt habe. Gerade einmal für 14 Personen, dafür wieder mit Swimming Pool und Hot Tub. Da wir die letzten Tage ziemlich flott über die Nordinsel unterwegs waren, wollten wir hier die Zeit eher zum Entspannen nutzen. Bei uns auf dem Programm stand eine Runde Golf, eine Radtour zu einem Aussichtspunkt und ein kurzes Bad im Pazifik.

07Mai
2014

Napier

Guten Morgen aus Napier, einer Weinanbauregion an der Ostküste der Nordinsel. Die letzten zwei Tage habe ich mit Andy ein bisschen die Gegend erkundet und musste feststellen, dass bis auf den schönen Ort so gut wie nichts mehr los ist. Kaum noch Tourismus und Menschen auf der Straße, da die Hauptsaison längst vorbei ist. Unser bester freund an den Abenden im Hostel war ein Billardtisch an dem wir kostenlos spielen konnten. Für den zweiten Tag hatten wir uns spontan entschlossen an einer Tour für verschiedene Weinverkostungen teilzunehmen. In 5 Stunden wurden wir zu vier verschiedenen Weingütern gefahren und durften jeweils 6 verschiedene Weine probieren. Den Umständen entsprechend wurden wir anschließend gegen Abend wieder zu unserem Hostel gefahren und direkt vor der Tür rausgelassen. Trotz der reichlichen Mengen gegorenen Traubensaft konnten wir einen tollen Eindruck von den schönen Weingüter bekommen.

 

03Mai
2014

Abschied von der Südinsel

Hallo aus Nelson, einer schönen Kleinstadt direkt am Meer und im Zentrum Neuseelands. Nach der letzten Wanderung hatte ich noch 3 Tage in Nelson. Mit ein paar Hostelmitbewohnern waren wir zusammen Go-Kart fahren, Feiern und haben witzige Abende im Hostel verbracht, welches ein ganz besonderes war. Zur Ausstattung gehörten unter anderem Sauna, Pool und Hot Tub. Selten für ein Hostel aber umso besser für die Gäste. Am „letzten Abend“ kam Andy zu Besuch und wir hatten uns sehr spontan entschieden zusammen die Reise Richtung Norden anzutreten und noch den ein oder anderen Ort abzufahren. Das bedeutete auch gleichzeitig Abschied nehmen von der Südinseln und von ein paar Freunden die einem mittlerweile ans Herz gewachsen sind. Schmerzhaft, aber das nächste große Vorhaben stand auf dem Plan und dafür musste ich sobald wie möglich zurück in den Norden nach Auckland.

 

01Mai
2014

Nelson Lakes National park

Endlich stand wieder eine Wanderung auf dem Programm. Ziel war der Nelson Lakes National Park für 6 Tage. Man könnte in dem Gebiet auch gerne 2 Wochen verbringen soviele Berge, Täler und Hütten wie es dort gibt, aber die Zeit lässt es leider nicht zu. Mit dabei waren wieder eine Freundin, Taru aus Finnland, welche mit mir auch schon den Routeburn Track gemacht hat und noch zwei andere Mädels, Lara und Johanna aus Deutschland, die sich spontan entschieden haben mit zu wandern. Für die Wanderung hatten wir 6 Tage Zeit und die Hütten mussten diesmal nicht im Voraus gebucht werden. Also konnte wir Abhängig vom Wetter unsere eigene Route wählen. 

Am ersten Tag ging es bei Wolkenlosen Himmel hoch auf 1800m, wo wir eine traumhafte Aussicht hatten. Leider keinen Schnee. Bis zur ersten Hütte ging es noch viere weitere Stunden entlang eines Bergkamms der zwischendurch doch einiges abforderte. Ein Teil des offiziellen Track wurde vor einiger Zeit von reichlich Gestein begraben und daher durften wir gelegentlich in 1800m Höhe direkt am Abhang ein bisschen klettern. Aber alles im Rahmen und bei der Aussicht hatte es umso mehr Spaß gemacht. Die erste Hütte lag auf den Bergen in einem Krater und war mit 28 Personen voll ausgebucht. Auch dort konnte man, wie auch bei den Wanderungen zuvor, mit vielen Menschen seine Erfahrungen austauschen. 

Am zweiten Tag ging es wieder Bergab auf 800m in eine Hütte direkt an einem Fluss. Kurz nach der Ankunft fing es im Tal an wie aus Eimern zu schütten. Diesmal teilten wir uns eine 27 Personen-Hütte nur zu fünft mit einem Jäger. Es war also ein ruhiger und gemütlicher Abend vor dem Kamin und wir hofften auf besseres Wetter am nächsten Tag. 

Das war allerdings nicht der Fall. Es regnete den kompletten dritten Tag und wir entschieden uns den Tag nicht weiter zu wandern, da alle anderen Hütten zu weit entfernt waren. Allerdings, als die Wolken kurzzeitig aufzogen, konnte man sehen, dass auf den Bergen reichlich Schnee gefallen ist. Verlockend und ich wollte mich zu gerne mal in den Schnee fallen lassen, da mein letzter Schnee mehr als ein Jahr zurück liegt. 

Zeitig am vierten Tag konnten wir endlich weiter und die Wanderung ging zu einer Hütte, idyllisch gelegenen an einem See mit glasklaren Gletscherwasser. Zwischendurch hatten wir noch einen kurzen Stopp an den Whiskey Falls gemacht. Ich dachte, ich probiere mal einen Schluck Whiskeywasser, aber leider hat es nicht die erhoffte Wirkung gezeigt. Nachts konnte man am See einen Steg hinaus laufen und mit einer Taschenlampe Aale im See beobachten. Leider konnte ich es mit meiner Kamera nicht einfangen. 

Der fünfte Tag begann traumhaft. Die reflektierten Sonnenstrahlen schienen in die Hütte direkt am See und uns erwartete ein weitere Tag mit besten Wetter. Bevor es aber weitergehen sollte, ging es noch für 2 Minuten ins 7 Grad kalte Wasser :D. Kaum auszuhalten aber dennoch die einzige Gelegenheit mal ein Bad zu nehmen, da es in den Bergen logischer Weise keine Duschen gibt. Es ging wieder hoch auf 1300m in eine Hütte mit einer fantastischer Aussicht. Am Abend sind wir den Berg noch weiter hoch auf 1600m gelaufen und dort lag endlich auch Schnee :). Alles was in den Tälern als Regen runter kam, hat es auf den Bergen geschneit. Stellenweise einen halben Meter. Den letzten Abend haben wir von der Bergspitze noch den Sonnenuntergang und später etliche Sternschnuppen bestaunt. 

Am letzten und sechsten Tag ging es bei wolkenlosen Himmel wieder zurück in eines der Täler zu unserem Auto. 

Es war eine 60km Wanderung in einem traumhaft schönen National Park über Berge und durch Täler und gerne hätte die Wanderung auch noch viel viel länger Dauern können. Sehr gute Hütten teils in wunderschöner Lage und Natur pur.

Ein ganz großes Lob an meine 3 Begleitungen, die sich tapfer durch teils schwierige und langatmige Abschnitte durch gekämpft haben! Zu viert waren wir eine super witzige Truppe und ich denke für jeden war es ein voller Erfolg. 

 

22April
2014

Heritage Gateway Hotel

Hallo aus dem sehr sehr sehr sehr sehr kleinen Omarama. Man könnte sagen irgendwo im nirgendwo. Dennoch liegt der kleine Ort an einer der wichtigsten Verbindungsstraßen auf der Südinsel. Hier war für die letzten vier Wochen mein Zuhause und Arbeitsplatz. 

Bei dem Telefonat bevor ich hier angefangen habe, hatte mir die Chefin nicht zu viel versprochen. Viele Viele Arbeitsstunden gab es und somit hat es gereicht, dass ich hier 4 Wochen gearbeitet habe. Die erste Woche war das Hotel, mit 98 Zimmern, komplett ausgebucht und für mich gab es in dieser Woche 87 Stunden Arbeit. Früh 7Uhr Koffer tragen, anschließend Housekeeping, dann wieder Koffer tragen und abends bis 22Uhr im Restaurant Kellnern oder in der Küche aushelfen. 

Ein Vorteil war, dass ich hier rund um die Uhr Essen bekommen habe, vom Büffet oder es wurde auf Wunsch etwas gekocht und ab der zweiten Woche habe ich im Hotel sogar ein Familienapartment für mich alleine bekommen.

Die Chefin war mit meiner Arbeit zufrieden und so konnte man sich für die beiden Fußball Championsleaguespiele Bayern gegen Manchester United auch ein paar Späßchen erlauben. Sie als jahrelanger Manchester United Fan war sichtlich sauer und betrübt über das Ausscheiden gegen Bayern im Viertelfinale und ich voller Freude. Um noch eins drauf zu setzen habe ich den ganzen Tag ausschließlich im Bayerntrikot gearbeitet.
Aber auch alle anderen Kollegen waren sehr sehr nett und eine witzige Gruppe! Zum Abschied haben sie für mich Kuchen gebacken und wir hatten am letzten Abend eine Feier mit allen Angestellten gemacht.

 

Falls es zwischendurch ein paar freie Stunden gab, habe ich eher versucht mich von der Arbeit ein bisschen abzulenken mit Sport und einen Tag bin ich mit einem Freund, den ich in Auckland kennengelernt habe, zu den Clay Cliffs gefahren.

So langsam geht die Zeit in Neuseeland dem Ende zu und die Pläne für die verbleibende Zeit stehen so gut wie fest. Als Nächstes geht es für 6 Tage durch die Berge wandern.

23März
2014

Queenstown

Nach Dunedin ging es wieder für vier Tage zurück in meine bisherige Lieblingsstadt Queenstown und es stand einiges auf dem Programm.

Zuerst gab es ein Wiedersehen mit Andy, seinem Bruder und seinen Eltern. Gemeinsam mit seinem Bruder ging zum höchsten Bungysprung in Neuseeland. 134m. Nach dem Skydive im Januar sollte das die nächste größere Herausforderung sein. Alleine die Umgebung bei dem Bungy lässt den Adrenalinpegel steigen. Nach dem letzten Sicherheitscheck auf der Bergstation ging es mit einer Gondel zu der Absprungkabine in ca 200m Höhe. Von dort gab es dann auch kein zurück mehr. Laute Musik wurde gespielt, um die Spannung noch mehr anzuheben und dann ging es direkt los. Zuerst musste Andy sein Bruder springen, welcher zudem auch noch Höhenangst hatte. Ein Blick in sein Gesicht hatte so ziemlich jegliche Form der Angst beschrieben. Dann durfte ich springen. Die Aufregung war am größten als ich das kleine Podest laufen musste, worauf gerade einmal die Füße passten. Von dort gabs noch ein kurzes Lächeln in die Kamera und 3, 2, 1. Absprung, 7 Sekunden freier Fall. Ein wahnsinns Gefühl!!!!! Ich würde sogar sagen, fast noch besser als der Skydive. 

Zurück in Queenstown gabs es noch ein weiteres Wiedersehen mit einigen Freunden, die ich in Taupo kennengelernt habe. Zusammen sind wir zu einer Bergstation gewandert, von der man eine fantastische Aussicht über Queenstown und die umliegenden Berge hatte. Bei dem Anblick könnte man sich vorstellen länger zu bleiben. Wie gesagt, Queenstown ist für mich bisher der schönste Ort in Neuseeland.

So langsam wurde es für mich Zeit nach einem neuen Job zu suchen, um Geld für die letzten Reisen anzusparen. Diesmal bin ich relativ schnell fündig geworden und hatte eine Zusage für ein 4-Sterne Hotel bekommen, in einem sehr kleinen Ort zwei Stunden von Queenstown entfernt. Zu meinen Aufgaben sollen Portering, Housekeeping und Kellern gehören. Das verspricht viele Arbeitsstunden. 

Von dort werden ich mich sehr bald wieder melden!

19März
2014

Dunedin

Hallo aus Dunedin, im Süd-Osten der Südinsel.

Nachdem ich heute früh unglücklicher Weise meinen Bus von Queenstown nach Dunedin verpasst habe, war ich erstmals auf Hitchhiken angewiesen. Es war eine interessante Erfahrung und nach 5 Stunden Fahrt und 3 verschiedenen Autos wurde ich sogar direkt vor dem Hostel in Dunedin abgesetzt. 

Dunedin wird hier auf der Südinsel als Studentenstadt bezeichnet. Es gibt eine große sehr alte Universität direkt im Zentrum der Stadt. Der schöne Campus und die Atmosphäre an der Uni hatten fast schon wieder Lust auf Studieren gemacht ;) Die Stadt zählt mit zu einer der größeren in Neuseeland und liegt direkt am Pazifik.
Ein weiterer Höhepunkt war das Wiedersehen mit zwei ehemalige Arbeitskollegen von Hollister aus Dresden. Da die beiden gerade auf der durchreise sind, hatte wir uns hier verabredet und wollte auch zusammen am Abend den St Patricks Day feiern.
Die gesamte Stadt wurde schon Tage zuvor Grün dekoriert und zum Abend konnte man in den Irish Pubs auch die passende Livemusik hören.
Am zweiten Tag sind wir noch zu der steilsten bewohnten Straße der Welt gefahren. Für manche Autos ist die Steigung vielleicht nicht mehr geeignet.
Die schnellste jemals bei einem Fahrrad gemessene Geschwindigkeit auf dieser Straße liegt bei 125 Km/h.

16März
2014

Routeburn Track

Guten Morgen aus Queenstown, im Süden Neuseelands. 

Die letzten beiden Tage habe ich eine besondere Wanderung gemacht. Noch während der Planung wurde mir gesagt es wäre einer der schönsten Great Walks in Neuseeland. Das Wetter sollte auch passen und freie Betten in einer Hütte auf dem Track gab es auch noch. Also alles perfekt. Zudem bin ich auch diesmal nicht alleine gewandert. Ein Mädchen aus Finnland hatte mich begleitet.

Vor zwei Tagen ging es mit dem Shuttle Bus bei bestem Wetter! von Queenstown zum Startpunkt der Wanderung. Der Track führte aus einem Tal zuerst entlang einer Bergkette auf 1000m und später auf eine Bergspitze bei 1500m. Bei dieser Höhe gab es leider noch keinen Schnee, aber die Aussicht auf die umliegenden Berge mit 3000m und höher war gigantisch! Nach gut 25 Km am ersten Tag sind wir kurz vor Sonnenuntergang in der Hütte in einem kleinen Tal angekommen. Auch dort wurde es nicht langweilig. Die Hütte war mit 20 Personen voll ausgebucht und zum Glück nur 2 Deutsche :D. Als am späten Abend alle vor dem Kamin zusammen saßen wurde der Tag noch mit einigen witzigen Geschichten und Erfahrungen abgerundet.

Am zweiten Tag ging es wieder zum Ausgangspunkt und mit dem Shuttle zurück nach Queenstown.

Bei diesem Track muss ich sagen, ist es erstaunlich wie gut die Wege präpariert sind. Selbst in Abschnitten die nur schwer Erreichbar sind. Alles in Allem ein tolle Wanderung und ich denke die Bilder sprechen für sich ;)

 

 

12März
2014

Viele Ruinen und Wiederaufbau.

Hallo aus Christchurch. 

Mit Glück habe ich wieder ein nahezu perfektes Hostel erwischt. Mit dabei sind Sauna, Außenwhirlpool und sehr gemütlich eingerichtet Zimmer.

Bis zum Stadtzentrum läuft man ca 15 Minuten und dort sieht man auch sofort was vor fast genau drei Jahren passiert ist. Ein Erdbeben der Stärke 6,8 hat in 24 Sekunden das Leben der Stadt komplett verändert. Es gibt fast kein Haus und keine Straße welchen keine Schaden genommen haben und ca. die Hälfte musste komplett abgerissen werden. Nach einem ganzen Tag durch das Zentrum wandern konnte ich kaum ansehnliche Straßen in der Stadt sehen. In ziemlicher jeder Straße wird wieder aufgebaut oder noch immer Trümmer beseitigt und das 3 Jahre danach. Es ist beeindruckend wie die Menschen hier versuchen alles komplett wieder aufzubauen wofür man viel Wille und noch viel viel mehr Zeit benötigt. Alle folgenden Bilder sind aus dem Stadtzentrum.

Teilweise sind in den verlassenen Geschäften noch zurück gelassene Waren zu sehen oder ganze Einkaufsstraßen sind sogar komplett abgezäunt, da immer noch Einsturzgefahr besteht.  

Viele Menschen sind aus der Stadt weggezogen und daher gleicht sie besonders abends einer Geisterstadt. Ich fand es beeindruckend eine Stadt in einem solchen Zustand zusehen und man kann den Menschen hier nur viel Mut und Durchhaltevermögen wünschen.


10März
2014

Südinsel Ahoi

Guten Abend aus Picton. 

Heute Mittag ging es zusammen mit Andy mit der Fähre aus der Hauptstadt Wellington endlich in Richtung Südinsel. Das Wetter war perfekt für eine schöne und ruhige dreistündige Überfahrt. Sogar Delfine waren von der Fähre aus zu sehen. Die letzte Stunde ging es durch das Fjord Queen Charlotte Sound. Eine beeindruckende Landschaft und gleichzeitig machte es Lust auf mehr davon auf der Südinsel.


Ankunft war Abends in dem idyllischen kleinen Ort Picton und das Shuttle vom Hostel hatte auch schon gewartet. Das Hostel hatte den Namen „The Villa“ und dem hatte es auch alle Ehre gemacht. Viele gemütliche kleine Zimmer, ein Whirlpool im Freien und eine Feuerstelle an der Abends alle bei Gitarrenmusik zusammen gesessen haben.  


Ein toller Start auf der Südinsel und morgen geht es weiter nach Christchurch. 

08März
2014

Wanganui Kayak Tour

Guten Abend aus Ohakune, eigentlich eine, Ort für die Wintersportler direkt am Mount Ruapehu.

Wir sind allerdings die letzten 3 Tage mit 12 Personen und 6 Kayaks von hier aus auf dem Wanganui River durch den Wanganui National Park gefahren. Ein Abenteuer der anderen Art. Die Strecke gehört zu einem der Great Walks in Neuseeland, ist aber die einzige, welche nicht gelaufen wird.  

Mit der großen Gruppe war von vornherein eine spaßig Fahrt garantiert, da sich alle schon seit ca. Monaten kennen. Nach der Einweisung von einem recht kurpulenten und witzigen Maori ging es früh um 10Uhr auf den Fluss. Am ersten Tag zerrte allerdings das Wetter ein bisschen an den Nerven. Leichter Regen und Wind haben die Stellen ohne Strömung auf dem Fluss sehr unangenehm gemacht. Umso größer war die Freude, als alle am ersten Zeltplatz angekommen sind und wir uns an einem Feuer und der ein oder anderen Flasche Wein wieder aufwärmen konnten. 

Der zweite Tag hingegen war ein Traum. bestes Wetter, einige gute Gelegenheiten zum Baden und eine eine 2 ständige Wanderung zur „Brücke ins Nirgendwo“. Diese könnte aber vielleicht eher heiße "Die Brücke irgendwo im Nirgendwo".

Auch der letzte Tag hatte es in sich. Bei gutem Wetter ging es wieder zeitig auf den Fluss und von einem Guide wurde wir schon auf 3 größere Stromschnellen hingewiesen und wie wir sie am besten meistern können. Die ersten beiden waren kein Problem aber die letzte hatte für 3 unserer Boote zu große Wellen. Die Boote sind vollgelaufen, die Leute sind Schwimmen gegangen und wir mussten die Boote ans Ufer ziehen um sie wieder flott zu machen. Das alles war allerdings eher eine spaßige Angelegenheit, da unserer Sachen alle trocken in Fässern verstaut waren und eine Abkühlung bei der Hitze sehr gut getan hat. Es gab viel viel zu lachen.

Insgesamt kann die Kayaktour bedingt weiterempfehlen. Die großen Pluspunkte waren die gut ausgestatteten Campgrounds mit Küche und Feuerstelle, das Zusammensitzen mit Freunden, die beeindruckende Natur und dass man in aller Ruhe auch einmal die Seele baumeln lassen konnte. Allerdings sind wir in den 3 Tagen insgesamt 18 Stunden und rund 90Km gepaddelt, was eine kleine Herausforderung war.

Heute am letzten Tag haben wir noch einmal gemütlich am Lagerfeuer gesessen und die Tour revue passieren lassen. Morgen geht es dann mit der hälfte der Gruppe weiter nach Wellington und von dort aus mit der Fähre nach Picton auf die Südinsel. Endlich :) Von dort gibt es dann auch den nächsten Artikel

Sonnige Grüße nach Deutschland

27Februar
2014

Zwischenstopp

Hallo zu zweiten mal aus Taupo! 

Diesmal galt es ein paar Freunde wieder zu sehen und zwei Wochen in Taupo zu verbringen bis wir gemeinsam eine Kayaktour starten.

Da ich reichlich Freizeit hatte, habe ich versucht mit ein paar Freunden so viele Aktivitäten wie möglich zu machen. In der ersten Woche standen auf dem Programm Paintball, Tennis und Golf. Das ein oder andere Mal Baden im Lake Taupo und noch einmal bei Nacht in die Hotpools unter Sternenhimmel. Damit verging die Zeit wie im Flug. 

Letztes Wochenende war hier in Taupo der Ironman New Zealand 2014. 3,8Km Schwimmen, 180Km Fahrradfahren und 42,2Km Rennen. Zum Einen gab es ein Gruppe von ca. 30 Leuten die an den Profistart (darunter auch 2 Deutsche) gegangen sind und zum Anderen ca. 700 Leute, welche als Amateure gestartet sind. Für die Amateure galt es alle Disziplinen binnen 17h zu beenden. Den Start der Profis hatte ich am Lake Taupo angeschaut und den größten Teil des Laufes von der Sonnenterrasse von unserem Hostel. Beeindruckend wie gut trainiert der größte Teil der Sportler war und mit der Zeit hatte ich auch überlegt wie lange es wohl dauern würde sich darauf vorzubereiten und mit einer vernünftigen Zeit abzuschließen. Vielleicht wäre das eine Herausforderung für die nächsten ein bis zwei Jahre.

Der erste Läufer kam nach 8 Stunden und 17 Minuten durch das Ziel. Marco Albert aus Estland. Damit hat er sich auch gleichzeitig für den wohl bekanntesten Ironman-Lauf auf Hawaii in diesem Jahr qualifiziert.

Die zwei Wochen hier in Taupo sind fast schon wieder vorbei und in den nächsten Tagen starten wir mit 12 Leuten zu einer 3 tägigen Kayaktour auf dem Wanganui River. 

Grüße nach Deutschland! 

 

18Februar
2014

Das Reisen kann beginnen!

Ahoi aus Martins Bay, einer guten Stunde nördlich von Auckland und direkt am Pazifik. Nachdem der Fotografenjob beendet war, standen hier 2 Tage Camping direkt am Meer auf dem Programm. Ein zusätzliches Highlight war der Sonnenaufgang den man direkt aus dem Zelt beobachten konnte.

 

In der gesamten Umgebung um Martins Bay gibt es traumhafte Strände und viele Gelegenheiten für kleine Wanderungen. Genau das Richtige, um sich auf die Weiterreise einzustimmen. Glücklicher Weise konnte ich noch für die beiden Tage den Firmenwagen nutzen und somit die Umgebung weitestgehend erkunden. Die meisten Zeltnachbarn wohnen in Auckland und kommen regelmäßig in diese Gegend, um ein paar Tage abzuschalten. Kein Wunder bei diesen Aussichten.

Der nächste Stop auf meiner Route in richtig Süden ist in Taupo bei Andy. Diesmal allerdings wieder mit Bus und MItfahrgelegenheiten wie es sich für einen Backpacker gehört ;). Den nächsten Artikel gibt es in 2 Wochen.

Beste Grüße an die Heimat!

14Februar
2014

Die letzten beiden Arbeitswochen!

Hallo aus Palmerston North. 

Die beiden letzten Wochen im Januar habe ich wieder für einen Auftrag in Auckland verbracht, allerdings weniger spektakulär da ich mittlerweile von Auckland ein bisschen gelangweilt bin. Umso mehr man in Neuseeland herum kommt, umso weniger möchte man zurück in die Großstadt. 

Palmerston North liegt ca 1,5 h nördlich von der Hauptstadt Wellington und sehr nah an der Tasmansee. Die Stadt wird als Unistadt bezeichnet, hat ein relativ schönes Zentrum und ist umgeben von einem Gebirge. Dennoch ist Palmerston eine eher sehr ruhige Stadt. Unsere Unterkunft dagegen ist hervorragend. Zu Einrichtung gehören wieder eine eigene Küche, Einzelzimmer und diesmal ein eigener Whirlpool am Haus. Billardtisch und Pool stehen auch rund um die Uhr zur Verfügung. Ein Traum!


Bisher habe ich mit einer Kollegin einen Tagestrip in das 1,5h entfernte Wanganui gemacht. Ein kleiner Ort direkt am Meer und die Besonderheit hier ist, dass der Sand fast Schwarz ist.


Letztes Wochenende kam Andy wieder für 3 Tage zu Besuch und zusammen haben wir spontan einen Berg in dem Gebirge um Palmerston bestiegen. Wie man auf den Bildern sehen kann, eine herrliche Aussicht! 


Wie ich im letzten Artikel schon erwähnt habe, ist für diesen Job hier in Neuseeland ein Ende in Sicht und ich habe mich entschieden nach diesem Auftrag in Palmerston North aufzuhören und in Richtung Südinsel weiter zu reisen. Mittlerweile habe ich in den letzten 3 Monaten mehr als 10.000 Fotos von Kinder und Babies gemacht und damit ihr einen kleine Eindruck bekommt seht ihr hier ein paar der Fotos

 

Den nächten Artikel stelle ich nächste Woche rein, denn auf dem Programm steht 2 Tage Camping direkt am Meer.

Viele Grüße nach Deutschland

16Januar
2014

Zurück zur Arbeit oder doch nicht ganz?

Hallo diesmal aus dem schönen Tauranga im Nordosten Neuseelands!

Der Urlaub ist vorbei und der nächste Arbeitsort ist in einer bei den Surfern bekannten Strandregion. Tauranga liegt ca. 3 Stunden östlich von Auckland und direkt an der Pazifikküste. Leider sind wir hier für nur 2 Wochen, denn hier lässt es sich gerne auch ein bisschen länger aushalten. Mittlerweile ist in Neuseeland Hochsommer. Das bedeutet zwar nicht 30 oder mehr Grad Celsius, aber wenn die Sonne scheint ist es dennoch kaum auszuhalten.

Mit meinen Kollegen teilen wir uns ein Apartment 100m vom Strand entfernt. Zur Ausstattung gehören 3 Schlafzimmer, Küche, Bad und Wohnzimmer. Ein schöne Abwechslung vom bisherigen Wohnen in diversen Hostels. Zudem liegt das Apartment auch direkt am Fuße des Mount Maunganui, einem Berg vom dem man die gesamte Region überblicken kann. 

Das Arbeiten ist tagsüber weniger spektakulär, da die Menschen hier lieber am Strand liegen, als durch die kleine Stadt zu schlendern. Das bedeutet auch für mich pünktlich nach Arbeitsende die letzten 3 Stunden Sonne und Meer genießen und das fast jeden Tag. Da vergisst man schnell, dass man eigentlich zum Arbeiten in der Stadt ist. 

An meinen beiden freien Tagen kam Andy zu Besuch und da ich den Firmenwagen nutzen konnte, sind wir die Küste entlang zu anderen Stränden gefahren. Außerdem stand eine Wanderung zum Sonnenaufgang auf den Mount Maunganui auf dem Programm. Wie man auf den Bildern sehen kann, haben sich das frühe Aufstehen und die Anstrengungen durchaus gelohnt.

 

Die 2 Wochen hier sind schon fast wieder vorbei. Leider lässt die Zeit hier keine größeren Abenteuer zu von denen ich berichten könnte, daher geht es hier eher um Sommer, Sonne, Entspannung und ein paar schöne Fotos. Für die nächsten 2 Wochen geht es wieder zurück nach Auckland zum nächsten Auftrag. Allerdings ist ein Ende für diesen Job in Neuseeland in Sicht. Mein Ziel, Geld für das Weiterreisen anzusparen ist erreicht und es wird Zeit die Südinsel zu erkunden. Voraussichtlich ab Mitte oder Ende Februar. 

Ich höre derzeit oft von ungemütlichen Wetter in Deutschland und daher ein paar sommerliche Grüße an Euch nach Deutschland!

04Januar
2014

Der Sprung ins neue Jahr

Ein frohes und gesundes neues Jahr nach Deutschland! 

Rechtzeitig am 31.12.2013 von der Wanderung zurück in Taupo konnten ich mit Andy und den Restlichen im Hostel die letzten Vorbereitungen für die Neujahrsparty treffen. Allerdings alles entspannter als die Jahre zuvor in Deutschland, wo man versuchte so viele wie möglich unter einen Hut zu bringen und so ausgelassen wie möglich zu feiern. Hier beschränkt man sich eher auf das Wesentliche wie schon zu Weihnachten. Wir saßen sitzt mit ein paar Freunden zusammen, haben den Abend ohne Stress genossen und sind gemütlich in neue Jahr 2014 gerutscht.

Am 1.1. ließ sich wegen schlechtem Wetter nicht viel anstellen, dafür am 2.1. um so mehr. Das Wetter war perfekt und ich konnte mir, wenn auch sehr spontan, einen großen Wunsch erfüllen, den ich für Neuseeland hatte. Gegen Mittag habe ich versucht einen Fallschirmsprung zu buchen und idealer Weise sollte der Sprung schon 14 Uhr stattfinden. Hendrik kam mit zum Flugplatz, um ein paar Fotos zu schießen. Als kleines I-Tüpfelchen wurden wir vom Veranstalter mit einer Limousine vom Hostel abgeholt. Auf der ganzen Fahrt zum Flughafen überwog die Vorfreude der Aufregung. Dort angekommen gab es nur eine kurze Einweisung, ein Vorstellung mit dem Sprungpartner und dann sollte es auch schon losgehen. Der Flug bis hoch zu 4.500m dauerte rund 20 Minuten und die Aussicht währenddessen ließ den Puls um einiges mehr steigen. Ausblick auf den größten See Neuseelands direkt unter dem Flugzeug und das gute Wetter erlaubte sogar den Blick von der Ostküste bis zur Westküste Neuseelands. Dann ging auch schon die Tür vom Flugzeug auf und noch bevor man sich noch einmal sammeln konnte sprangen wir aus dem Flugzeug. Ein Gefühl, welches man nicht einmal mit einer Achterbahn vergleichen kann. Einfach nur GENIAL! Man wird schneller und schneller und sobald man die Arme ausbreiten darf bekommt man schon ein bisschen das Gefühl fliegen zu können :D. Nach knapp einer Minute öffnete sich der Fallschirm bei ca 1000m. Das Lächeln von diesem Erlebnis war selbst nach der Landung immer noch in meinem Gesicht. Ein Abenteuer, dass ich jedem nur Empfehlen kann. Es könnte sogar süchtig machen!

      

Am 3.1. habe ich nochmal eine kurze Wanderung mit einem Mädchen auf einen Berg, ca. eine Stunde entfernt, gemacht. Es wurde von vielen Empfohlen, da die Aussicht von der Bergspitze traumhaft sein soll. Schaut selbst auf den Bildern….

Das war soweit mein Start ins neue Jahr und am 6.1. ist mein Urlaub vorbei und es geht zurück zur Arbeit. Diesmal nach Tauranga, eine der schönsten Strandregionen der Nordinsel Neuseelands. 

31Dezember
2013

off the track

Es war endlich so weit. Am 27. konnten Hendrik und ich unsere fünftägige Wanderung starten. Allerdings gab es ein paar Planänderungen. Wir konnten leider nicht wie geplant zum Lake Waikaremoana, da dort in der Feriensaison so gut wie alle Campsites ausgebucht sind. Wir mussten also improvisieren. Da die Landschaft hier um Taupo schön genug ist, haben wir eine eigene Route durch die Natur zusammen gestellt. Ziel war ein kleiner See ca 80 Kilometer von Taupo aus zu Fuß entlang eines sehenswerten Flusses. Wir haben zwar ausführlich Karten angeschaut und versucht eine feste Route zusammen zustellen, aber wir wussten schon vorher, dass es den ein oder anderen Punkt geben wird an dem wir nicht wissen wie wir weiterkommen. Es sollte auch eine Herausforderung sein mit einem sehr schönen Ziel als Belohnung. Und diese Wanderung hatte es auch gewaltig in sich :D.

Tag 1
Gestartet sind wir mit 27 und 32 Kg im Rucksack. Wahrscheinlich ein bisschen zu viel Essen. Am ersten Tag haben wir dennoch rund 30 Km geschafft und entlang des Flusses gab es schon die ersten Highlights. Hot Water Pools, die Huka Falls, unzählige Kuhweiden und ein großer Damm waren die eher angenehmen Dinge. Weiter über ein Moor und durch Sperrgebiet von einem Thermalkraftwerk hatten wir die größeren Hindernisse. Da man außerdem in Neuseeland nicht frei Campen darf haben wir uns zu ersten Abend fälschlicher Weise in einem Flutungsgebiet niedergelassen, was wir allerdings erst wussten als uns ein Angler Nachts um Elf darauf aufmerksam gemacht hat. :D Die Zelte sind glücklicher Weise die ganze Nacht trocken geblieben.

RucksackHuka Falls  

Tag 2
Das viele Gepäck hatte sich schon am nächsten nächsten morgen bemerkbar gemacht. Aber weiter ging es für die Nächsten rund 20 Km. Zuerst rannten uns ein Paar entlaufene Schafe über den Weg und dann ging es entlang einer schier endlos geraden Straße, da wir keine Möglichkeit hatten direkt am Fluss weiter zu laufen. Was schon am zweiten Tag besonders aufgefallen ist. Überall quer durch das Land ziehen sich Pipelines der Geothermalkraftwerke und ganze Landstriche von gerodeten Wäldern. Dennoch bekommt man von Bergen fantastische Ausblicke über die schöne Landschaft Neuseelands. Kurz vor unserem zweiten Etappenziel gab es wieder ein Hindernis. Diesmal ein Privatgrund mit riesigen Kuhweiden, aber nach einem kurzen Plausch mit dem Farmer durften wir sein Land passieren und nach einem geeigneten Platz zum Campen suchen. 

 

Tag 3 
Der dritte Tag hat mit Abstand am meisten an den Nerven gezerrt. Es regnete Unwetterartig die ganze Nacht durch bis zwei Uhr Nachmittags. Als es dann endlich aufhörte versuchten wir so schnell wie möglich wieder Kilometer gut zu machen, um die geplanten 20 Km aufzuholen. Wir mussten wieder über Privatgrundstück :D und der Farmer kam uns auch prompt mit seinem Pickup entgegen und hat uns darauf hingewiesen. Allerdings so freundlich, dass wir bei ihm hinten aufspringen durften und auf seinem Hof unsere Wasserflaschen auffüllen konnten. Zu unseren Gunsten, wie wir anfangs dachten, hatte er eine Karte von der Umgebung, die wir noch schnell abfotografiert hatten bevor es weiter ging. Wie sich aber später rausgestellt hatte war die Karte wohl schon mindestens 10 Jahre alt. Ein Weg der Entlang unserer Flussroute eingezeichnet ist, war mittlerweile unterbrochen durch einen kleineren Fluss und Sumpfgebiet. Es gab kein durchkommen. Das bedeutete für uns rund 10 Km Umweg, da wir Landeinwärts bis zur nächsten Brücke mussten. Zudem fing es gegen Abend wieder an wie aus Eimern zu gießen und da wir zu dem Zeitpunkt durch ein Tal liefen, hingen auch die Wolken dort fest und haben sich reichlich abgeregnet. 20 min Regenpause haben wir dann genutzt, um die Zelte aufzubauen und ein schnelles Abendbrot zu machen. 

 

Tag 4
Am morgen des vierten Tages wurden wir erfreulicher Weise von der Sonne und Kühen geweckt, welche gemütlich neben unseren Zelten auf ihrer Weide spazierten. Von diesem Punkt aus waren es noch einmal ca 22 Km bis zu unserem Ziel, dass wir unbedingt an dem Tag noch erreichen wollten. Vorbei an einem großen Highway, an dem ein kleines Restaurant für Hendrik´s Mittagspause war, ging es in ein Labyrinth aus Waldwegen, welche teils von Gräben und umgestürzten Bäumen blockiert waren. Dennoch haben wir gegen Abend unser Wanderziel erreicht. Ein See über den wir vorher nicht viel wussten, aber es Tat gut dort anzukommen und es warteten so einige Überraschung. Der erste Eindruck vom See war schon fast Atemberaubend. Viel Atem war nach rund 80 Km Wandern sowie nicht übrig geblieben. Als wir ankamen hatten wir auch gleich ein Platz gefunden an dem man sogar offiziell und ohne Gebühren Campen durfte. Dort war auch schon ein Neuseeländer, für den Zeit scheinbar vor einigen Jahren stehen geblieben ist. Er lud uns prompt auf einen warmen Kakao ein und erzählte uns ein paar interessante Geschichten über den See. Er selbst kommt seit 1996 jedes Jahr zum Campen an den See. Nach der netten Unterhaltung sind wir noch ein Stück weiter an dem See entlang gelaufen und sind auf eine Gruppe Neuseeländer getroffen, welche uns auch direkt angesprochen haben. Wir hatten uns nur kurz vorgestellt und wurden auch gleich eingeladen unsere Zelte neben ihnen aufzuschlagen und als ich sagte, dass ich eine Flasche guten Whiskey dabei habe, waren alle Dämme gebrochen. Wir wurden zum BBQ und Getränken eingeladen und nach 4 Tagen Obst, Nudeln und Essen aus der Dose haben wir uns gefühlt wie im Himmel mit Burger und Bier in der Hand. Zum Abschluss des Abends wurden wir auf einen Ausflug mit deren Boot eingeladen. Es ging quer über den See bis hin zu einer der 300 Quellen, aus der fast kochend heißes Wasser kam. Wir saßen dort im See gut drei Stunden unter klarem Sternenhimmel, mit heißen Wasser im Rücken, einem kühlen Bier in der Hand und Fischen die sich massageartig an einem fest saugten und erzählten uns Geschichten aus dem Leben. Das perfekte Ende unserer Wanderung.  

Tag 5
Zum Frühstück bekamen wir Bohnen, Bacon und Ei. Wir sollten uns stärken, denn sie wollten noch einmal mit dem Boot rausfahren, aber diesmal zum Wakeboarden. Was für ein Spaß sich daran zu probieren und es hat sogar recht gut geklappt. Mittlerweile war der 31.12. und wir wollten Abends wieder zurück am Ausgangsort für die Neujahrsfeier sein. Die Jungs waren dann sogar noch so freundlich uns, in das mit dem Auto 40 Minuten entfernte Taupo, zurück zu fahren. Eine solche Gastfreundlichkeit habe ich nur sehr sehr selten erlebt. Nebenbei, der Rucksack hatte bei der Ankunft nur noch 17 Kg Gewicht :D.

Das Fazit
Die Wanderung entlang des Flusses bis hin zum See sollte für Abwechslung und reichlich Aufenthalt in der Natur sorgen. Es war teilweise eine echte Herausforderung und schwierig sich gegenseitig zu motivieren weiter zu laufen. Der viele Regen zerrte am meisten an den Nerven und man hat angefangen zu überlegen ob man lieber trampt als weiterlaufen. Die schöne Landschaft dagegen hat alles wieder entschädigt. Auch ein paar Tage ohne Handy, Computer, Musik, fließend Wasser, einen gefüllten Kühlschrank usw. waren eine gute Erfahrung und lassen einen solche Dinge noch mehr zu schätzen wissen. Die nächste Wanderung wird mit Sicherheit folgen!

26Dezember
2013

Sonnige Weihnachten

Hallo aus Taupo, einem Städtchen am größten See in Neuseeland. Der Ort liegt idyllisch eingegrenzt zwischen großen Bergen und dem See, an dessen Ende man bei gutem Wetter sogar den Schicksalsberg aus dem Film „Herr der Ringe“ sehen kann. Hier in Taupo spielt sich fast alles in vier Straßenzügen ab. Viele kleine Cafés, Restaurants, Einkaufsgelegenheiten und ein paar wenig Bars. Endlich gab es auch ein Wiedersehen mit Andy, der mittlerweile schon seit gut einem Monat hier wohnt und arbeitet. Das Hostel ist wieder eine komplett neue Erfahrung. Unten im Haus ist ein großer Irisch Pub und auf der oberen Etage das Hostel. Falls man gemütlich ein Bier trinken möchte macht es hier keinen wirklichen Unterschied, ob man unten in der Bar sitzt oder oben zusammen mit den anderen im Hostel. Die Musik hört man überall im Haus bis Nachts um drei :D. 

Nun stand Weihnachten vor der Tür und hier im Hostel hatten sich schon einige Deutsche zusammengefunden, die fernab von der Heimat versuchten so gut wie möglich Weihnachtsstimmung aufkommen zu lassen. Ziemlich vergeblich :D. In Neuseeland ist es üblich Essen zu gehen oder zu Hause ein ausgiebiges Barbecue zu veranstalten. Wir haben uns für letzteres entschieden. Zu zwölft waren wir ausgestattet mit Weihnachtsmützen, Bier, Wein, Whiskey, 4 Schüsseln Salat und einer großen Menge an Steaks. Das sollte für den gemütlichen Weihnachtsabend bei Sonnenuntergang und 25°C auf der Terrasse vom Hostel ausreichen.  Weihnachtsgrillen Weihnachtsgrillen

Am 25. habe ich angefangen mit Hendrik eine Wanderung vorzubereiten. Ziel ist Lake Waikaremoana, 2 Stunden Autofahrt von Taupo und die Wanderung soll voraussichtlich über 4 Tage gehen. Wir brauchen also Zelte, Schlafsäcke, Campingkocher und und und… Dazu gibt es aber mehr in meinem nächste Blogeintrag. 

Viele Grüße nach Deutschland und ich hoffe ihr könnt eure Weihnachtstage traditioneller verbringen.


 

22Dezember
2013

Urlaubsbeginn

Die Marke von 1000 Besuchern ist geknackt! Hätte mir das jemand vor 2 Monaten vorausgesagt, hätte ich wohl schmunzeln müssen. Jetzt habe ich sogar Gefallen daran gefunden zu schreiben. Vielen lieben Dank auch für die netten Kommentare! Ich bekomme immer häufiger Anfragen nach mehr Bildern. Sehr gerne! Die Bilder sind vorbereitet, allerdings lässt die Internetverbindung in den Hostels häufig zu wünschen übrig. Sobald ich die Chance habe, lade ich einige neue Bilder hoch. 

Wie ihr rechts im Blog sehen könnt, sind mittlerweile schon knapp zwei Monate in Neuseeland vergangen. Ein Highlight jagte das nächste. Die Jobsuche, eine Woche  im schönen Wellington, sechs Wochen Auckland und der Versuch einen Weg in den Alltag zu finden. Seit dem 14.12. haben meine drei Urlaubswochen begonnen, bevor es wieder zu den Fotoshootings geht. Noch am 14. war die Weihnachtsfeier mit der Firma und es ging in eine Travestieshow. Ein riesiges Vergnügen und Spaß war Garantiert. Als sich dann auch noch heraus gestellt hat, dass ein Deutscher im Publikum sitzt war der ruhige Abend auf meinem Stuhl vorbei. Von den Drag Queens quer durch den Saal auf die Bühne getragen sollte ich zu YMCA mit meinem Hinterteil tanzen. Das Ergebnis wird an dieser Stelle nicht veröffentlicht :D …. Ich sag nur so viel. Es ist kein Auge trocken geblieben und danach gab es die Getränke für mich umsonst. :D  Travestieshow

Nun ging es aber in den verdienten Urlaub nach 5 Wochen Arbeit. Späßchen :D. 
Die Reise ging nach Paihia in die Bay of Islands. Eine riesige Bucht, umgeben von fantastischen Stränden, Bergen und einer täglichen Sonnengarantie. Wo fängt man da am besten an zu erzählen….
Bei der Ankunft gab es die erste kleine Überraschung und einen Beweis dafür, dass es in Neuseeland sehr vertraut zugehen kann. Im Laufe des Tages bekam ich vom Hostel eine Email, dass wenn ich ankomme die Rezeption nicht mehr besetzt ist und ich meinen Zimmerschlüssel in einem Umschlag an der Eingangstür finde. Klang erst einmal seltsam, aber es war tatsächlich ein Umschlag an die Glasfassade vom Hostel geklebt.
Der erste Eindruck von der Umgebung hatte schon Lust auf die folgende Woche gemacht. Das Hostel war super ausgestattet und auch nur 100 Meter vom Meer entfernt. Die Mitbewohner im Zimmer kamen Ausnahmsweise nicht aus Deutschland und schnell hatte man auch mit Rest des Hostels Bekanntschaft gemacht. Man muss sagen dieses Hostel unterschied sich deutlich von den bisherigen, da es familiärer zuging und abends alle zusammen saßen und sich über ihre Erfahrungen austauschten. Es wurde zusammen gekocht, gegessen und obendrein spielte jeden Abend jemand Gitarre. Eine tolle Atmosphäre und da wundert es auch nicht, dass viele, die eigentlich nur eine Woche dort gebucht haben, alle Pläne über den Haufen geschmissen haben und nach einem Job in Paihia suchten.
Eines der Highlights dieser Woche war eine Tour zum Nordkap (Cape Reinga). Morgens wurde mit 4 weiteren ein Auto gemietet und dann ging es durch die traumhafte Landschaft in Richtung Norden. Der erste Zwischenstopp war an den Rainbow Falls. Rainbow Falls Wunderschöne große Wasserfälle mit der Gelegenheit zum Schwimmen und Klettern. Weiter ging es zu unterschiedlichen Stränden entlang der Ostküste. Matauri Beach Zu riesigen Sanddünen, welche plötzlich zwischen Küste und Wäldern auftauchten. Passend dazu konnte man sich Sandboards ausleihen und von den großen Dünen herab seine Skills testen. Sanddünen Zum Abschluss des Ausflug sind wir am Cape Reinga pünktlich zum Sonnenuntergang angekommen. An dem Cap treffen der Pazifik und die Tasmansee vor einer atemberaubenden Landschaft aufeinander. Cape Reinga Cape Reinga
Zurück im Hostel gabs dann eine Überraschung, wie man sie im Leben vielleicht nur einmal hat. Als ich mein Zimmer betreten hatte und bemerkte, dass bis auf Einen alle Mitbewohner neu waren, schaute mich ein Mädchen an und fragte: „bist du es?“ Mit großem Staunen habe ich die selbe Frage zurück gestellt und ja… Anfang des Jahres war ich mit einem Freund in Schweden im Urlaub und habe dort ein paar Mädels kennengelernt. Eine davon stand nun wieder direkt vor mir. 18000 km entfernt, in einem sehr kleinen Ort, welcher zu größten Teil aus Hostels besteht und dazu noch im selben Zimmer. Unglaublich und was für eine Freude!!!
Zum Abschluss der Woche habe ich einen Tagesausflug zu Delfinen mit einem Katamaran gebucht. Traumhaft! Man konnte gemütlich unter Mittagssonne in den Hängematten liegen und die Weiten des Ozeans genießen und als dazu noch die Delfine auftauchten und mit dem Boot mit geschwommen sind war der Tag perfekt. Je nach Stimmung der Delfine hätte man mit denen wohl auch noch schwimmen können, aber diese war eher auf der Durchreise :D. Delfintour
Dennoch geht eine fantastische erste Urlaubswoche zu Ende und es sind wohl nur noch 2 Tage bis Weihnachten!?!?! Wieso nur kommt einem das hier nicht so vor….

Heute noch geht es weiter nach Auckland für einen nächtlichen Zwischenstopp und morgen früh weiter nach Taupo. Dort gibt es ein Wiedersehen mit Andy und Hendrik und eine Weihnachtsfeier von der ich die nächsten Tage berichten werde.

Viele Grüße und Frohe Weihnachten nach Deutschland

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